In die Schweiz ziehen, um dort zu leben und zu arbeiten - für viele Menschen ein lang gehegter Wunschtraum. Träume müssen aber keine Schäume bleiben, und so sollte das Leben und Arbeiten in Schweizer Landen schon im Vorfeld gut geplant sein.

Auf Basis des Schengener Abkommens müssen EU- und EFTA-Bürger, die nicht länger als 90 Tage in der Schweiz verbleiben möchten, kein Visum. Wer ins Land einwandern möchte, braucht einen Ausländerausweis. Diese Ausweise werden in die Kategorien B, C, L und Ci gegliedert. Die Behörden vor Ort geben diesbezüglich explizit Aufschluss über die individuellen Bedingungen und Voraussetzungen. Auch die Vorlage von Legitimationskarten der EDA bzw. des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten ist unerlässlich.

Es ist soweit - der Umzug in die Schweiz

Der Umzug in die Schweiz muss gut durchdacht sein. So gibt es mit Blick auf den Aufenthalt in diesem Land, aber auch in Bezug auf die Einreisebestimmungen, die versicherungs- und steuerrechtlichen Aspekte eine Menge zu beachten. Um den Umzug in die Wege leiten zu können, müssen beim Zoll ein gültiger Arbeitsvertrag sowie ein Mietvertrag vorgelegt werden. Daraufhin erfolgt eine Bewilligung, sodass im folgenden Schritt sämtliche Siebensachen zusammengepackt werden können. Ohne eine ausführliche und in allen Einzelheiten beschriebene Auflistung wird die Einfuhr ins Land allerdings nicht ohne die Abgaben von Einfuhrsteuern möglich sein. Deshalb ist es unerlässlich, die einzelnen Möbel, Dekorationsgegenstände, die Kleidung, das Geschirr explizit aufzulisten und übersichtlich zu konzeptionieren. Das macht die Überprüfung der Formalitäten an der Grenze leichter. Wichtig ist es, dass all die vermerkten Gegenstände mindestens seit acht Monaten im Besitz des Einreisewilligen sein müssen.

Schon im Vorfeld des Umzugs in die Schweiz aktiv werden

Vor der Anmietung oder dem käuflichen Erwerb eines Hauses ist die Beantragung einer Bewilligung erforderlich. Generell gilt, dass EU- bzw. EFTA-Bürger, die bereits über einen Wohnsitz in der Schweiz verfügen, ohne Weiteres eine solche Bewilligung bekommen. Interessierte Neubürger aus Drittstaaten müssen eine Aufenthaltsbewilligung vorweisen. Darüber hinaus ist ein Nachweis darüber erforderlich, dass sie die Wohnung bzw. das Haus selbst bewohnen. Der Neubau einer Immobilie muss unverzüglich, jedoch innerhalb von 12 Monaten erfolgen. Tipp: Zu beachten ist, dass Einreisewillige, die Wohnungen in Zürich oder anderen Schweizer Städten besitzen, keineswegs automatisch für den Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung berechtigt sind.

Eine individuelle Beratung durch die Behörden ist ratsam

Generell ist es auch als Nicht-Schweizer möglich, Wohnungen oder Häuser zu erwerben. Allerdings mit gewissen Einschränkungen. Wie es um diese bestellt ist, muss bei den Behörden in den jeweiligen Kantonen in Erfahrung gebracht werden. Meist sind das Grundbuchamt oder das Grundbuchinspektorat zuständig und helfen gerne weiter. Die Beamten eruieren darüber hinaus, welche Voraussetzungen individuell erfüllt sein und ob gegebenenfalls weitere Nachweise vorgelegt werden müssen. Dahingegen ist es meist ohne Probleme möglich, Grundstücke zu erwerben, die für einen wirtschaftlichen Zweck genutzt werden. Die Beantragung einer gesonderten Bewilligung ist in der Regel nicht erforderlich.