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Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele weltweit: Jährlich reisen über 30 Millionen Touristen in das südostasiatische Land um die vielseitige Kultur, die herausragende Naturlandschaft, das ausgezeichnete Essen sowie auch die zahlreichen Touristen-Attraktionen zu bewundern, welche man in dem Land, welches früher Siam genannt wurde, entdecken kann.

Stichwort Touristen-Attraktionen: Hier sind unter anderem auch die zahlreichen Elefanten-Camps äußerst populär, in welchen man die riesigen Säugetiere nicht nur beobachten, sondern oftmals auch streicheln, füttern und sogar reiten kann.

Das erscheint oftmals auf den ersten Blick auch vollkommen in Ordnung, wobei das Grauen erst offenbart wird, wenn man den Großteil der zahlreichen Camps näher betrachtet: Denn dann erkennt man erst, mit welcher Brutalität, Grausamkeit und Gewalttätigkeit die Elefanten in diesen Camps behandelt werden.

Wie die Elefanten missbraucht werden

Asiatische Elefanten sind nicht nur vom Aussterben bedroht, wobei die Anzahl freier Elefanten in Thailand nur noch etwa 2000 betragen soll, sondern werden in Südostasien auch noch teuer gehandelt. Dazu werden sie von ihren Müttern getrennt, wobei andere Elefanten der Herde oftmals einfach erschossen werden, sollten diese versuchen, das Elefantenbaby zu retten.

Anschließend werden die jungen Elefanten zumeist eingesperrt, gefesselt und gefoltert, bis diese den Befehlen der Menschen auch gehorchen, was zumeist viele Jahre dauert. Dies wird in Thailand auch der Prozess des "Brechens" genannt, während dem die Elefanten unter anderem auch lernen sollen, deren menschliche Herren zu fürchten.

Praktiken, welche zur Einschüchterung verwendet werden, inkludieren beispielsweise das Schlagen mit Eisenstangen, Futterentzug für die jungen Elefanten über einen bestimmten Zeitraum sowie auch Schlafentzug, welcher eine äußerst grausame Folter für die Elefantenbabys darstellt.

Elefanten werden diesbezüglich von spezialisierten Trainern, welche in Thailand "Mahouts" genannt werden, beaufsichtigt, welche den Elefanten stets mit Gewalt zurechtweisen, sollte dieser nicht ausreichend gehorchen.

In weiterer Folge werden Elefanten in Thailand oftmals auch in Wassershows verwendet, wobei die Tiere das Wasser in freier Wildbahn nur zum Abkühlen, Trinken und zur Reinigung aufsuchen und es definitiv nicht zu deren natürlichem Verhalten gehört, längere Zeit im Wasser zu verbringen oder sogar unter Wasser zu tauchen. Dies sieht man allerdings sehr oft bei den erwähnten Wassershows, weswegen diese Praxis auch als eine Art von Folter betrachtet werden kann.

Was man dagegen tun kann

Dies alles ist jedoch nur deswegen Realität, weil Touristen Geld dafür bezahlen, auf den Elefanten zu reiten, sich deren Shows anzusehen sowie Selfies mit diesen zu machen. Die Lösung des Problems ist also ganz klar: Touristen sind in der Verantwortung, endlich damit aufzuhören, diese Praktiken zu unterstützen, wobei man natürlich dazu sagen sollte, dass die meisten Reisenden keine Ahnung von diesen Grausamkeiten haben und diese daher auch unbedingt darauf aufmerksam gemacht werden sollten.

Dies ist deshalb enorm wichtig, damit in Zukunft verhindert werden kann, dass Elefanten in Thailand noch mehr Leid erfahren und diese stattdessen in freier Wildbahn zusammen mit ihren Artgenossen ein glückliches Leben führen können.